Mehrere Faktoren tragen zu einer guten Tasse Kaffee bei. Wie Sie Ihren Kaffee brauen hängt letztlich davon ab, wie Sie Ihren Kaffee am liebsten mögen. Nutzen Sie daher am besten die Methode, die am besten zu Ihnen passt – und die den Kaffee erzeugt, den Sie wirklich geniessen und lieben werden.

Dennoch sind einige wichtige Punkte zu beachten:
- Verwenden Sie immer den frischesten Kaffee, den Sie kaufen können (überprüfen Sie immer das Röstdatum). Der Kaffee sollte Tage oder Wochen alt sein – und nicht Monate. Kaufen Sie also nicht zu viel auf einmal.
- Kaufen Sie ganze Kaffeebohnen, wenn Sie können, damit Sie sie kurz vor dem Aufbrühen mahlen können, um die Frische zu maximieren (eine gute Mühle ist die Investition wert).
- Vergewissern Sie sich, dass die Brüheinrichtung sauber und gespült ist (um unerwünschte Aromen von altem Kaffee oder Reinigungsmitteln zu vermeiden).
- Den Kaffee niemals „schmoren“ (etwa indem er auf einer Kochplatte warmgehalten wird) oder erneut erhitzen (etwa in einer Mikrowelle), da dies den Geschmack beeinträchtigen kann. Giessen Sie den Kaffee direkt nach dem Aufbrühen in eine Isolierkanne oder eine Thermosflasche, wenn Sie ihn heiss halten wollen.
- Wiegen Sie die Menge des Kaffeepulvers ab, messen Sie das Wasser und zeichnen Sie die Brühzeit auf: So können Sie Ihre Methode auf Ihren persönlichen Geschmack abstimmen und das Ergebnis gleichbleibend gut und beglückend reproduzieren.


Die Presskanne (Presstempelkanne) / French Press

Dies ist eine einfache und kostengünstige Brühmethode, die eine vollmundige Tasse ergibt. Der Kaffeesatz wird durch ein Drahtgeflecht gefiltert, das auf einem Kolben angebracht ist, wodurch Kaffeeöle und einige feine Feststoffe im Kaffee zurückgehalten werden.

1. Wiegen Sie die entsprechende Menge Kaffee ab. Ein guter Ausgangspunkt ist ein Verhältnis von 1 Teil Kaffee zu 16 Teilen Wasser (62,5 g Kaffee pro Liter Wasser).
2. Mahlen Sie den Kaffee auf einer mittelgroben Einstellung (fein genug, um eine gute Extraktion zu erzielen, aber nicht so fein, dass das Sieb verstopft wird und Sie den Kolben nicht nach unten drücken können).
3. Stellen Sie die Kanne auf Ihre Waage, geben Sie den Kaffee hinzu und tarieren Sie die Waage. Das verwendete Wasser sollte zwischen 92°C und 96°C heiss sein. Giessen Sie bis zum gewünschten Gewicht Wasser auf den Kaffee.
4. Rühren Sie den Kaffee mit einem langen Löffel um und stellen Sie einen Timer auf 4 Minuten ein.
5. Setzen Sie den Kolben nach 4 Minuten Stehenlassen in die Kanne und drücken Sie ihn durch den Kaffee, bis er den verdichteten Boden erreicht.
6. Giessen Sie den Kaffee ein.

Filterkaffee

Seit der Erfindung der Filtermethode durch die deutsche Hausfrau Melitta Bentz im Jahr 1908 gab es sowohl manuelle als auch automatisierte Ausführungen. Die Verwendung eines Papierfilters ergibt eine saubere Tassenqualität, da der Filter einen Teil des Kaffeeöls aufnimmt und den grössten Teil der Feststoffe zurückhält. Das folgende Verfahren bezieht sich auf ein manuelles Übergiesssystem, wie beispielsweise das V60 von Hario aus Japan.

1. Wiegen Sie die entsprechende Menge Kaffee ab. Ein guter Ausgangspunkt ist ein Verhältnis von 1 Teil Kaffee zu 16 Teilen Wasser (62,5 g Kaffee pro Liter Wasser).
2. Mahlen Sie den Kaffee auf einer mittelfeinen Stufe (auf eine Konsistenz von Tafelsalz).
3. Falten Sie das Filterpapier zu einem Kegel und legen Sie es in den Filterhalter. Der Filterhalter kann auf ein Stativset/eine Tropfstation mit einem Servierkrug oder direkt auf eine Kaffeetasse gestellt werden.
4. Das verwendete Wasser sollte eine Temperatur zwischen 92°C und 96°C haben. Wenn Sie einen Tropfkessel (einen Wasserkessel mit langem, geschwungenem Ausguss) verwenden, ist es sinnvoll, zuerst mal kochendes Wasser in den Kessel zu giessen, da er auf diese Weise zum Zeitpunkt der Verwendung ungefähr die richtige Temperatur aufweist. Giessen Sie eine kleine Menge Wasser durch das Filterpapier. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit von Papiergeschmack und erwärmt den Filterhalter und den Behälter/den Krug. Vergessen Sie nicht, das Spülwasser jetzt aus dem Krug zu schütten, bevor Sie mit dem Brauen beginnen!
5. Geben Sie den Kaffee in den Filter und schütteln Sie den Filterhalter, um die Kaffeeoberfläche auszugleichen.
6. Stellen Sie die Tropfstation mit Filterhalter und Servierkanne auf Ihre Waage und drücken Sie die Tara-Taste.
7. Giessen Sie in kreisenden Bewegungen etwa 50 g Wasser aus dem Tropfkessel auf den Kaffee (nicht direkt auf das Filterpapier). Auf diese Weise können Gase aus dem Kaffeesatz entweichen – und Wasser kann zur Extraktion eindringen.
8. Giessen Sie den Rest des Wassers mit einer kreisenden Bewegung auf die gesamte Menge des Kaffees, um Filter und Filterhalter dadurch möglichst zu füllen, und lassen Sie das kochende Wasser dann durch den Filter sickern.
9. Wenn das meiste oder das gesamte Wasser durch den Filter gesickert ist, rühren Sie den Behälter/Servierkrug um und giessen Sie den Kaffee ein.

Die Cafettiera / Der Espressokocher / Der Moka Pot („Moka Express“)

Der Moka Pot wurde 1933 von Alfonso Bialetti erfunden und ist bis heute beliebt. Diese Kochfeld-Methode kann einen starken Geschmack erzeugen. Obwohl die Kanne oft als Espressomaschine bezeichnet wird, wird der Kaffee typischerweise bei relativ niedrigem Druck (1-2 bar oder 100-200 kPa) extrahiert, während Espressokaffee speziell bei einem Druck von 9 bar (900 kPa) extrahiert wird. Das resultierende Gebräu wird irgendwo zwischen einem Espresso und einem Filterkaffee eingeordnet.

1. Füllen Sie den Boiler bis knapp unterhalb des Sicherheitsventils mit heissem Wasser (durch die Verwendung von heissem Wasser wird der Kaffeesatz beim Erhitzen der Kanne nicht zu stark erhitzt).
2. Mahlen Sie den Kaffee auf mittlerer Stufe und füllen Sie den Kaffeehaltetrichter bis zum Rand auf. Nicht plattdrücken.
3. Setzen Sie den Trichter in den Boden (Boiler) und die Filterscheibe und die Dichtung in das Oberteil ein und schrauben Sie die beiden Teile des Topfes zusammen.
4. Bringen Sie das Wasser langsam zum Kochen: Das Wasser beginnt durch das Kaffeepad in den oberen Teil der Kanne zu fliessen, wo der gebrühte Kaffee gesammelt wird.
5. Das Ende des Vorgangs wird durch ein Gurgeln angezeigt, sobald der untere Bereich fast leer ist. Sofort vom Herd nehmen und das Unterteil unter kaltes fliessendes Wasser stellen, um ein weiteres (Über-)Absaugen zu verhindern.
6. Giessen Sie den Kaffee ein.

Hinweis

Die obigen Hinweise sind als Richtlinien gedacht, als Ausgangspunkt, falls Sie mit diesen Brühmethoden nicht vertraut sind. Es gibt viele Variationen für jede Methode (auf YouTube beispielsweise kann man sich gut darüber informieren). Experimentieren Sie also, um die für Sie am besten geeignete Methode zu finden.